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Die letzte Möglichkeit, "Das Lächeln einer Sommernacht" zu erleben

Stephen Sondheims Musical im ¾-Takt »Das Lächeln einer Sommernacht« im Staatstheater am Gärtnerplatz

Im Jahr 2016 feierte das Musical »Das Lächeln einer Sommernacht« von Stephen Sondheim Premiere im Cuvilliéstheater Premiere. Die Inszenierung von Josef E. Köpplinger ist ab dem 22. Oktober mit sechs letzten Vorstellungen im Staatstheater am Gärtnerplatz zu sehen.
© Thomas Dashuber

Dreimal lächelt die Sommernacht: einmal für die Jungen, die noch gar nichts wissen, ein zweites Mal für die Narren, die zu wenig wissen, und ein drittes Mal für die Alten, die zu viel wissen. Die lebenserfahrene Madame Armfeldt verrät dieses Geheimnis ihrer Enkelin Fredrika. Und diese hat sogleich Gelegenheit, dem geheimnisvollen Lächeln in ihrem nächsten Umfeld auf die Schliche zu kommen: Fredrikas Mutter, die Schauspielerin Désirée Armfeldt, möchte ihre einstige Beziehung zu dem Anwalt Fredrik Egerman wieder aufleben lassen. Der ist inzwischen frisch verheiratet mit der blutjungen Anne, für die auch Henrik, Fredriks Sohn aus erster Ehe, amouröse Gefühle hegt. Désirée indes tröstet sich mit dem kantigen Grafen Carl-Magnus Malcolm, dessen Gattin Charlotte diese Affäre zu beenden trachtet. Auf dem Landsitz von Madame Armfeldt treffen schließlich alle von der Liebe Betörten aufeinander, und der amouröse Reigen nimmt so richtig Fahrt auf. Ob Fredrika in all diesem Trubel das Lächeln der Sommernacht bemerken wird?

Schon im Zuge ihrer Zusammenarbeit bei der »West Side Story« hatten sich der Regisseur und Produzent Harold Prince sowie der Komponist und Texter Stephen Sondheim mit der Frage beschäftigt, ob es möglich wäre, ein Musical komplett im ¾-Takt zu schreiben. In Ingmar Bergmans Film »Das Lächeln einer Sommernacht« fanden sie Jahre später den idealen Stoff für dieses Vorhaben - und das Experiment gelang! Eingebettet in das Formkorsett des Walzertaktes und mit je einer Prise Shakespeare, Tschechow und Strindberg gewürzt, gelang Sondheim und seinem Buchautoren Hugh Wheeler mit dem poetischen, im Schweden um die Jahrhundertwende angesiedelten Liebesreigen schließlich ein melancholisch-faszinierendes Kammermusical, das seit seiner Uraufführung am 25. Februar 1973 am New Yorker Broadway die Bühnen der Welt im Sturm eroberte, mit Elizabeth Taylor und Diana Rigg auf Zelluloid gebannt wurde und aus dem der vielleicht größte Hit stammt, den Stephen Sondheim jemals geschrieben hat: »Send In The Clowns«.

»Das Lächeln einer Sommernacht«
Musical
Musik und Songtexte von Stephen Sondheim
Buch von Hugh Wheeler
Deutsche Fassung von Eckart Hachfeld
Nach einem Film von Ingmar Bergman
Originalproduktion am Broadway produziert und inszeniert von Harold Prince

Musikalische Leitung: Andreas Partilla
Regie: Josef E. Köpplinger
Staging und Co-Regie: Ricarda Regina Ludigkeit
Bühne: Rainer Sinell
Kostüme: Marie-Luise Walek

Besetzung
Madame Armfeldt: Gisela Ehrensperger
Fredrika Armfeldt, Desirées Tochter: Anastasia Gillmann
Frid, Butler: Gunnar Frietsch
Anne Egerman, Fredriks Frau: Julia Sturzlbaum
Henrik Egerman, Fredriks Sohn: Christian Schleinzer
Fredrik Egerman: Erwin Windegger
Petra, Dienstmädchen: Florine Schnitzel
Desirée Armfeldt: Sigrid Hauser
Graf Carl-Magnus Malcolm: Daniel Prohaska
Gräfin Charlotte Malcolm: Julia Klotz
Frau Nordstrom, Liebesliedsängerin: Andreja Zidaric
Frau Anderssen, Liebesliedsängerin: Frances Lucey
Frau Segstrom, Liebesliedsängerin: Lilly Rottensteiner
Herr Erlanson, Liebesliedsänger: Stefan Thomas
Herr Lindquist, Liebesliedsänger: Thomas Hohenberger
Åke, Madame Armfeldts Diener: Alexander Jürgens
Bertrand, Madame Armfeldts Page: Kilian Berger
Malla, Desirées Zofe: Corinna Klimek

Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz
Spielzeitpremiere: 22. Oktober 2022 um 19.30 Uhr
Weitere Vorstellungen: 26./28./30./31. Oktober und 6. November
Altersempfehlung ab 14 Jahren

Preise: 10 bis 67 Euro - Tickets unter Tel. 089 2185 1960, online oder an der Tageskasse der Bayerischen Staatstheater, Marstallplatz 5, 80539 München.

Ö1 Klassik-Treffpunkt mit Josef E. Köpplinger - Zum Nachhören

Am 1. Oktober 2022 war Josef E. Köpplinger zu Gast im Klangtheater des Radiokulturhauses.
Josef E. Köpplinger
© Thomas Dashuber

Hören Sie hier die Sendung:
Die Sendung ist leider nicht mehr verfügbar.

Spielzeit 2022/23

Am 4.5.2022 keine Zeit die Spielzeitpräsentation live zu erleben. Hier geht es zum Stream:

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Gärtnerplatztheater - barrierefrei

Menschen im Rollstuhl, blinde Menschen, Menschen mit Gehbehinderungen, Hörbehinderungen, Sehbehinderungen, seelischen Behinderungen und Menschen mit Lern-Schwierigkeiten stoßen immer wieder auf Hürden. Trotzdem soll auch Kultur zugänglich sein. Ob und wie ein Theaterbesuch im schönsten Theater Münchens, dem Gärtnerplatztheater, möglich ist, erfährt man unter Kultur barrierefrei München.

Neben dem Gärtnerplatztheater findet man auch jede Menge weitere Kulturstätten der Stadt.

Neues aus dem Theater: Tiefe Gefühle

© Sebastian Gabriel
Premiere am 28. April 2022
Hoch jauchzen können andere. Die Tiefen sind etwas ganz besonderes.
Nach der Absage im Februar werden Sie die Sängerinnen und Sänger der tiefen Stimmlagen in ein lustvolles Spiel entführen.
Am 28. April findet die ursprünglich im Februar angesetzte Premiere des Konzerts »Tiefe Gefühle« im Staatstheater am Gärtnerplatz statt. Nach den fünf Tenören mit ihrem Programm »Herzensbrecher» und dem Konzert »Primadonnen« der Sopranistinnen aus dem Ensemble des Gärtnerplatztheaters, erobern nun acht Sängerinnen und Sänger der tiefen Stimmlagen im lustvollen Spiel die große Bühne. Begleitet vom Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz unter der Leitung von Darijan Ivezić geben sie einen populären Mix aus Klassikern ihres Repertoires von Bizet und Donizetti bis Lortzing und Verdi zum Besten.

Dass auch die tiefen Stimmlagen mit ihrem einzigartigen, samtigen bis pechschwarzen Reiz begeistern, ist längst kein Geheimnis mehr aus Fan-Kreisen. In amüsanten »Crossover«-Ausflügen spielen die Sängerinnen und Sänger mit traditionellen Rollenregistern und beweisen, dass sie noch ganz andere Sachen drauf haben als weise Väter, treue Ammen oder tapfere Herrscher. Tatsächlich haben die tiefen Stimmen eine viel größere Freiheit und machen auch mal einen Abstecher ins andere Geschlecht. Denn: Gegendert wurde am Theater schon immer, und so schlüpft der Mezzosopran von der verführerischen Carmen auch mal in eine Hosenrolle, während der markige Bass vielleicht auch mal im Kleid daherkommt. An diesem konzertanten Abend ist lustvolles Spiel angesagt, getreu dem Motto »Tief, tiefer, am bässten«.

Musikalische Leitung: Darijan Ivezić
Konzept & Regie: Isabella Gregor
Kostüm: Lucia Zettl
Dramaturgie: Fedora Wesseler

Mit: Anna Agathonos, Emma Sventelius, Anna-Katharina Tonauer, Alexander Grassauer, Matija Meić, Levente Páll, Timos Sirlantzis, Sava Vemić

Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz

Premiere: 28. April 2022
Weitere Vorstellung: 20. Mai 2022

Preise: 10 Euro bis 45 Euro

Tickets für alle Vorstellungen unter www.gaertnerplatztheater.de oder Tel. 089 2185 1960.

Hellmuth Matiasek verstorben

Am 7. April 2022 ist im Alter von 90 Jahren der frühere Staatsintendant Hellmuth Matiasek verstorben.
Er leitete das Staatstheater am Gärtnerplatz von 1983 bis 1996. Bereits 1961 inszenierte er hier die musikalische Komödie "Die neugierigen Frauen" von Ermanno Wolf Ferrari. Seine erste Spielzeit eröffnete er mit seiner Inszenierung von "Der Jahrmarkt" von Modest Mussorgski. Als Intendant verabschiedete er sich 1996 mit einer Neuinszinierung von Verdis "Falstaff".
Er blieb dem Haus weiterhin als Regisseur verbunden. So hat er unter anderem noch "La Boheme" auf die Bühne des Gärtnerplatzes gebracht. Diese Puccini-Oper war noch lange bis zur umbaubedingten Schließung des Hauses 2012 zu sehen.